Die deutschen Frauen wollen bei der Weltmeisterschaft in Linz wieder jubeln, wie zuletzt bei der EM 2017 in Calw. Erneut dabei: Stephanie Dannecker (5), Anna-Lisa Aldinger (9), Annika Bösch (8) sowie (mit Pokal) Sonja Pfrommer. Foto: R.Wurster

Schwabenpower für den nächsten WM-Coup

Die imposante Erfolgsserie der deutschen Faustballfrauen bei Welt- und Europameisterschaften in den vergangenen Jahren baut auf einer soliden Basis: Vier Spielerinnen aus Vereinen des Schwäbischen Turnerbunds garantierten für Weltklasse-Faustball und sie sollen nun auch bei der WM in Linz (24. bis 28. Juli) bei der Titelverteidigung die Hauptrollen übernehmen.

In der oberösterreichischen Torten-Stadt dürften Sonja Pfrommer vom TSV Dennach und Stephanie Dannecker vom TSV Calw einmal mehr, wie auch im Vorjahr bei der EM in Calw, den „ersten“ Angriff bilden. Die zwei harmonieren bestens und waren in den entscheidenden Begegnungen zuverlässige Siegertypen. Im Adler-Trikot fühlen sich auch Annika Bösch (Calw) und Anna-Lisa Aldinger (Dennach) traditionsgemäß pudelwohl, sie sollen wieder die Abwehr stabilisieren. Bundestrainerin Silke Eber baut also einmal mehr auf bewährte Schwaben-Power in ihrem zehnköpfigen Kader.
 
Allerdings ist mehr denn je Ausdauer und Durchsetzungsfähigkeit gefragt, denn das Starterfeld von 14 Mannschaften – acht aus Europa, vier aus Amerika und zwei aus Asien/Ozeanien – bedeutet einen Rekord. Mit Belgien, Polen, Serbien und Neuseeland sind WM-Debütanten dabei. Als Favorit geht aber Deutschland, der siebenmalige Weltmeister, ins Rennen. Die Gastgeberinnen aus Österreich haben sich ebenfalls einiges vorgenommen. Drittes Spitzenteam im Bunde sind die Samba-Faustballerinnen aus Brasilien.

Sven Heuer

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