Schulterschluss mit Gemeindetag

Der Gemeindetag Baden-Württemberg und die baden-württembergischen Sportverbände werden ihre bereits gut funktionierende Zusammenarbeit weiter ausbauen und intensivieren.

Der Gemeindetag Baden-Württemberg und die baden-württembergischen Sportverbände werden ihre bereits gut funktionierende Zusammenarbeit weiter ausbauen und intensivieren. Darauf einigten sich Roger Kehle, Präsident des Gemeindetags, und Wolfgang Drexler MdL, Präsident des Schwäbischen Turnerbundes und Vizepräsident der Mitgliedsverbände im Württembergischen Landessportbund heute bei einer Ausschusssitzung im Stuttgarter Haus des Sports. Wolfgang Drexler MdL vertrat bei diesem Treffen auch den Präsidenten des Badischen Turner-Bundes und Vertreter der Fachverbände im Präsidium des Badischen Sportbundes Nord, Gerhard Mengesdorf. Zentrales Thema der Gespräche zwischen den Verbänden war der Beitrag des Sports für das soziale Leben in den Städten und Gemeinden. Neben den Kirchen und Kulturvereinen sind die Sportvereine die maßgeblichen gesellschaftlichen Akteure auf lokaler Ebene.

Als erste strukturelle Neuerung etablieren die Verbände einen „Runden Tisch Sport und Gesundheitsförderung“. Diesem werden vier Vertreter des Kultur-, Jugend- und  Sportausschusses des Gemeindetags sowie weitere Vertreter der jeweiligen Sportverbände angehören. Ziel ist ein regelmäßiger Austausch und die Abstimmung gemeinsamer Konzepte und Lösungsansätze.   

„Die Städte und Gemeinden sind die Orte, an denen die Menschen Sport treiben – ob in der Sporthalle, auf dem Sportplatz oder im Schwimmbad. Die Kommunalpolitik weiß, welch wichtige Rolle dabei die Vereine spielen. Umgekehrt sind die Städte und Gemeinden verlässliche Partner der Vereine“, erklärte Roger Kehle. Beide Verbände wollen gemeinsam dazu beitragen, dass Sport in Zukunft eine beliebte Freizeitbeschäftigung bleibt. Gesundheitspolitisch betrachtet sei es wichtig, vor allem Jugendliche und Kinder von klein auf dafür zu begeistern, Sport zu treiben und somit gesünder zu leben. „Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass Sport und Bewegung Spaß machen. Das Bedürfnis, sich zu bewegen, muss zu uns gehören wie das Bedürfnis zu essen und zu trinken. Wir müssen es in unserer DNA verankern“, unterstrich Kehle.

Aus der Sicht von Wolfgang Drexler MdL ist deshalb klar, dass neue Wege beschritten werden müssen, um die Menschen für Sport zu begeistern: „Für unsere Vereine wird es immer wichtiger, mit ihren Bewegungs- und Sportangeboten außerhalb der Turnhalle präsent zu sein. Viele Vereine kooperieren auf örtlicher Ebene bereits mit Kindergärten, Schulen, Betrieben und Senioreneinrichtungen. Genau hier sehen wir einen zentralen Ansatzpunkt für eine enge Zusammenarbeit zwischen dem organisierten Sport und dem Gemeindetag Baden-Württemberg.“ In einem partnerschaftlichen Tandem könnten die Verbände für gemeinsame Interessen einstehen und Kooperationen vor Ort flächendeckend fördern und weiterentwickeln.

Prävention und Gesundheit sind neue Kooperationsfelder zwischen Kommunen und den Sportvereinen. Es ist vorgesehen, Unternehmen und Betriebe als weitere Kooperationspartner zu gewinnen. Städte und Gemeinden sollen zusammen mit den Vereinen und den örtlichen Betrieben im Sinne eines betrieblichen Gesundheitsmanagements passgenaue Sportangebote entwickeln. Ein win-win-Modell für alle Seiten: Betriebe binden und gewinnen dadurch Mitarbeiter, Sportvereine erschließen sich neue Zielgruppen und Kommunen erweitern ihre örtliche Attraktivität.  

Der Vorsitzende des Kultur-, Jugend- und  Sportausschusses des Gemeindetags Bürgermeister Michael Lutz aus Waldenbuch, ergänzte die breite Palette an Vorteilen einer Zusammenarbeit: „Kommunen und Sportvereine müssen eng zusammenarbeiten, damit es auch in Zukunft zielgruppenorientierte Programme und Angebote für Familien, Senioren, Migrantinnen und Migranten oder Menschen mit Behinderungen gibt. Unsere Sportstätten sind wichtige soziale Begegnungsstätten für die Bürgerinnen und Bürger. Auch die  Flüchtlinge, die zu uns kommen, können wir mithilfe von Sportvereinen besser in unsere Gesellschaft integrieren.“

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