RSG-Gruppe überzeugt beim World Challenge Cup

Die deutschen Rhythmischen Sportgymnastinnen haben beim World Challenge Cup in Portimão ein erfolgreiches Wochenende erlebt. Besonders die Nationalgruppe überzeugte mit starken Leistungen und kehrte mit einer Gold- sowie zwei Silbermedaillen aus Portugal zurück. Für Olympiasiegerin Darja Varfolomeev verlief der Wettkampf dagegen nicht nach Plan.

Für das sportliche Highlight aus deutscher Sicht sorgte die Nationalgruppe mit Helena Ripken, Anja Kosan, Emilia Wickert, Alina Ott, Anna-Maria Shatokhin und Alisa Datsenko. Im Mehrkampf sicherte sich das deutsche Team Silber hinter Spanien und vor Israel. Vor allem die Übung mit fünf Bällen gelang nahezu fehlerfrei. Auch in der zweiten Choreografie mit drei Reifen und zwei Paar Keulen zeigte die Gruppe trotz kleiner Unsicherheiten eine starke Leistung und profitierte davon, dass auch die Konkurrenz nicht ohne Fehler blieb.

In den Gerätefinals am Sonntag bestätigte die deutsche Formation ihre starke Form. Mit fünf Bällen gewann das Team erneut Silber und musste sich nur Spanien geschlagen geben. Den Höhepunkt setzte die Gruppe schließlich in der Übung mit drei Reifen und zwei Paar Keulen. Als letzte Starterinnen des Wettbewerbs präsentierten sie eine ausdrucksstarke und nahezu perfekte Darbietung, erzielten die höchste Wertung des Tages und sicherten sich verdient die Goldmedaille vor Israel und Spanien. Teamchefin Isabell Sawade zeigte sich entsprechend begeistert.

Weniger erfolgreich verlief das Wochenende für Darja Varfolomeev. Die Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin blieb im Mehrkampf hinter den Erwartungen zurück und belegte lediglich Rang neun. Mehrere Gerätverluste mit Ball und Keulen verhinderten ein besseres Ergebnis. Dennoch qualifizierte sich die Gymnastin des TSV Schmiden für die Finals mit Reifen und Band. Dort erreichte sie Platz sechs mit dem Reifen sowie Rang acht mit dem Band. Erstmals seit langer Zeit blieb Varfolomeev damit bei einem großen internationalen Wettkampf ohne Medaille. Trotz der Enttäuschung blickt das Trainerteam bereits nach vorne und richtet den Fokus auf die bevorstehende Europameisterschaft.

Positiv verlief der Wettkampf hingegen für Viktoria Steinfeld, die neben Varfolomeev als zweite deutsche Einzelstarterin antrat. Die Gymnastin des TSV Schmiden zeigte vier solide Übungen und belegte im Mehrkampf Rang 14. Mit dem Band qualifizierte sie sich zudem für das Gerätfinale, in dem sie ihre Leistung nochmals steigern konnte. Mit 27,50 Punkten erreichte sie einen starken fünften Platz. Teamchefin Sawade sprach von einem gelungenen Auftritt der jungen Gymnastin.

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