Foto: Chingwei Chen

Premiere der RSG-Bundesliga

Zum ersten Mal in der sportlichen Geschichte treten die RSG-Gymnastinnen bundesweit gegeneinander an.

Das Bundesligadebüt der Rhythmischen Sportgymnastik in Saarbrücken wird stattfinden. Das ist die zentrale Botschaft der Abteilungsversammlung der DTL die am Sonntag bis in die späten Abendstunden tagte. «Wir stehen in enger Absprache mit den örtlichen Gesundheitsbehörden und wir haben ein hervorragendes Schutzkonzept», betonte die stellvertretende Abteilungsleiterin Nicole Greßner, die seitens der DTL für die sichere Umsetzung des Events verantwortlich ist. Stand Montag dürfen daher laut der letzten Verordnung des Ordnungsamts Saarbrücken sogar bis zu 100 Zuschauer in Halle. Ganz ohne pandemiebedingte Schrammen kommt aber auch die RSG-Premiere nicht davon: Bremen 1860 in der Bundesliga sowie Bremen 1860 II, VfL Zehlendorf, Fortuna Berlin, Turngau Münsterland und der TSV Schmiden in der zweiten Liga sagten ihre Teilnahme aufgrund der momentanen Lage ab.

Aus diesem Grund beschloss die Versammlung auch, den Freitagstermin für Liga zwei zu streichen. Die verbleibenden Zweitligisten können ihren Wettkampf nun ersatzweise am Samstag im Rahmen der ersten Bundesliga durchführen. Zweitligist TSV 03 Mommenheim startet mit der Bundesliga Nord (11.30 Uhr), der SSC Karlsruhe wurde in den Wettkampf der Bundesliga Süd (17.30 Uhr) eingegliedert. Als Folge daraus beginnt der Wettkampftag eine halbe Stunde früher als geplant. Für die sechs Teams, die auf die Teilnahme verzichteten, wird der erste Wettkampftag nach den geltenden Regularien der DTL mit null Punkten gewertet. «Natürlich haben aber alle die Möglichkeit, am zweiten Wettkampftag in Bielefeld noch in die Liga einzusteigen», bestätigte DTL-Abteilungsleiterin der RSG, Birgit Beiße, am Montag.

Zwei Mannschaften können in die Bundesliga aufsteigen

Und das kann sich definitiv lohnen: In der Bundesliga gibt es zwar in diesem Jahr keine Absteiger, doch dürfen in der Messe Bremen am 28. November zwei Vereine ins Oberhaus der RSG aufsteigen. Da die beiden Aufsteiger aus den vier punktbesten Zweitligisten im Aufstiegsfinale ermittelt werden, bedeutet dies, dass mindestens ein Team aus dem punktlosen Trio VfL Zehlendorf, Fortuna Berlin und TSV Schmiden in Bielefeld seine Chancen wahren kann. Bremen 1860 II kann als zweite Mannschaft dagegen nicht aufsteigen.

Der Vorschlag, den Bundesligawettkampf mithilfe zugespielter Videos der fehlenden Teams als Hybridveranstaltung zu gestalten, wurde aufgrund der Kurzfristigkeit der Umsetzung von den Vereinen nicht angenommen. «Ich bin aber dennoch überzeugt, dass wir in Saarbrücken eine tolle Veranstaltung sehen werden und einen weiteren, großen Meilenstein hin zum regelmäßigen Ligabetrieb unserer Sportart verankern können», sagte Beiße, die an dieser Stelle noch einmal die Bemühungen des lokalen Veranstaltungsteams rund um Karin Schalda-Junk heraushob.

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