Olympia-Quali: Hambüchen sagt Start ab

Die anhaltende Schulterverletzung zwingt Turnstar Fabian Hambüchen seinen Start beim olympische Testevent Mitte April in Rio de Janeiro abzusagen. Das teilte der Wetzlarer anlässlich einer Pressekonferenz des DTB mit.

Die anhaltende Schulterverletzung zwingt Turnstar Fabian Hambüchen seinen Start beim olympische Testevent Mitte April in Rio de Janeiro abzusagen. Das teilte der Wetzlarer anlässlich einer Pressekonferenz des DTB mit.

Die deutsche Turner-Riege muss damit die zweite und entscheidende Olympia-Qualifikation ohne den Weltmeister von 2007 bestreiten. Für Hambüchen rückt der Chemnitzer Ivan Rittschik, der in der DTL für die KTV Straubenhardt turnt, in das Team. Als Ersatzmann wurde Helge Liebrich vom TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau nominiert.

„Ich habe schon seit mehreren Jahren Probleme mit der Schulter. Seit nun sechs Wochen hat sich der Zustand aber verschlechtert, so dass ich nicht nur im Training sondern auch im Alltag mit den Schmerzen zu kämpfen habe“, beschreibt Hambüchen seine aktuelle Situation. Nach einem Trainingsunfall am Reck vor einigen Wochen wurde ihm eine Verletzung des Schultereck-Gelenks mit Entwicklung eines sogenannten bone bruises (Knochenprellung) an der rechten Schulter diagnostiziert. Statt intensiver Wettkampfvorbereitungen stehen also momentan physiotherapeutische und entzündungshemmende Behandlungen für ihn auf dem Programm.

Aus ärztlicher Sicht dauert die vollständige Abheilung einer solchen Prellung erfahrungsgemäß ein paar Wochen. Jedoch kann dies aufgrund der zuvor bestehenden Schulterprobleme nicht eindeutig abgeschätzt werden. „Ich muss mir vor allem nachhaltig Gedanken machen, um welchen Preis ich einen Start bei Olympia in Betracht ziehe“, erklärt Hambüchen. Erste Priorität habe vor allem seine Gesundheit. Sofern diese nicht auf dem Spiel stehe, werde er alles tun, im August mit seinen Mannschaftskollegen die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen würdig vertreten zu können.

Für das bevorstehenden Testevent wurde Ivan Rittschick (KTV Chemnitz) aufgrund seiner Leistungsfähigkeit am Pauschenpferd von Cheftrainer Andreas Hirsch nachnominiert. „Wenn einem für die entscheidende Olympiaqualifikation der Leistungsgarant der vergangenen Jahre fehlt, ist das natürlich bitter. Wir brauchen Fabian ganz klar im Team und hoffen, dass er bald wieder zurück ist“, schätzt Hirsch die Lage ein.

Neben Rittschick werden Andreas Bretschneider (KTV Chemnitz), Lukas Dauser (TSV Unterhaching), Philipp Herder (SC Berlin), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), Andreas Toba (TK Hannover) und Ersatzmann Helge Liebrich (TV Wetzgau) im April um das Olympia-Ticket kämpfen.

Die deutsche Frauen-Mannschaft für das Testevent besteht aus folgenden Athletinnen: Leah Grießer (TG Neureut), Pauline Schäfer (TuS Chemnitz-Altendorf), Sophie Scheder (TuS Chemnitz-Altendorf), Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) und Pauline Tratz (TSV Rintheim). Tabea Alt (MTV Ludwigsburg) musste zuletzt aufgrund einer Knieverletzung pausieren. Sie wird vorbehaltlich einer medizinischen Freigabe die sechste Turnerin im Team sein. Als Reserve-Athletin wird Sarah Voss (TZ DSHS Köln) fungieren.

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