Nguyen gewinnt Barren-Finale

Marcel Nguyen gewann beim Turnier der Meister in Cottbus am Barren mit einer bärenstarken Leistung den Titel. Teamkollege Lukas Dauser wurde Dritter. Sophie Scheder erreichte sogar dreimal Podiumsplatzierungen.

Marcel Nguyen (TSV Unterhaching) gewann beim Turnier der Meister in Cottbus am Barren mit einer bärenstarken Leistung den Titel. Teamkollege Lukas Dauser wurde Dritter. Sophie Scheder, die bereits beim EnBW DTB-Pokal in Stutgart den Weltcup gewonnen hatte, erreichte sogar dreimal Podiumsplatzierungen: im Finale am Stufenbarren landete sie auf Platz eins, am Balken auf Platz zwei und am Boden auf Platz drei. Somit erturnten die deutschen Athleten beim diesjährigen Turnier der Meister insgesamt fünf Mal Edelmetall.

Am Barren zeigte Marcel Nguyen eine sensationelle Übung: keine Wakler und den Tskukahara-Abgang in den perfekten Stand bekamen die Zuschauer geboten. Mit 15,666 Punkten nahm der Unterhachinger eine super Wertung verdient mit, die von keinem der Konkurrenten erreicht wurde. „Es war eine gute Übung. Ich bin froh, dass es so kurz vor dem Testevent in Rio so gut läuft bei mir“, sagte Nguyen mit Blick auf die entscheidende Olympiaqualifikation in Brasilien Mitte April. Direkt nach Marcel Nguyen ging Lukas Dauser an das Gerät und hatte zwar ein wenig Mühe, zeigte aber dennoch eine sehr schwierige und gute Übung. Mit 15,366 Zählern landete er hinter Nguyen und dem Schweizer Christian Baumann auf Rang drei.

Darüber hinaus erreichte Marcel Nguyen noch das Finale im Boden und an den Ringen. Am Boden turnte er zwar nicht sehr schwierig aber dafür sauber. Seine soliden 14,433 (6,0) Punkte bescherten ihm den vierten Rang. Es siegte der brasilianische Bodenspezialist Diego Hypolito mit 15,466 Punkten. An den Ringen zeigte der Wahl-Stuttgarter gewohnt starke Kraftteile und gute Schwungelemente. Da auch der Abgang gelang, standen 15,000 Punkte und Platz vier zu Buche. Teamkamerad Andreas Toba, der ebenfalls das Ring-Finale erreichte, hatte hingegen beim Doppel-Tsukahara-Abgang Probleme und landete auf dem Hosenboden(13,933 Pkt). Gewinner war Igor Radivilov aus der Ukraine mit 15,500 Punkten.

Antonia Alicke mit zwei Finals

Auch Antonia Alicke (TG Böckingen), die wie Marcel Nguyen ebenfalls am Kunstturn-Forum Stuttgart trainiert, zeigte gute Leistungen in Cottbus. Zwar erreichte sie keine Podiumsplatzierungen, allerdings turnte sie sich in zwei Finals am Boden und am Sprung. Am Sprung war sie es auch, die als einzige die deutschen Farben vertrat. Die 17-jährige Schwäbin zeigte einen Tsukahara mit ganzer Schraube sowie einen Überschlag Salto vorwärts gehockt mit halber Drehung. Mit leichten Standproblemen kam sie gesamt auf 13,666 Punkte, was den sechsten Rang bedeutet. Es siegte die Turnlegende Oksana Chusovitina mit gesamt 14,700 Zählern, die damit den zehnten Sprungtitel in ihrer sagenhaften Turn-Karriere in Cottbus gewann. Am Boden hatte Antonia Alicke Pech bei der Vorwärtsschraube und landete auf dem Boden, was deutliche Abzüge bedeutete - 12,366 Punkte. Bei Teamkollegin Scheder lief es besser. Ihre Bodendarbietung gelang ihr blitzsauber. 13,333 Punkte sowie  Bronze bekam sie und eroberte die Herzen der Zuschauer in der Lausitz Arena endgültig.

Denn auch im Stufenbarren-Finale zeigte Sophie Scheder mit 14,900 Punkten eine sehr saubere Übung. Damit lag die 19-jährige Chemnitzerin am Ende knapp vor der Chinesin Zhu Xiafang (14,733) und konnte sich von den 2.500 Zuschauern in der Lausitz Arena feiern lassen. „Es ist ein super Gefühl und ich bin sehr stolz, dass es nach der Quali auch im Finale so super lief. So kann es weitergehen“, erklärte Scheder, für damit die Erfolgsserie weiter geht. Bereits vor zwei Wochen konnte sie beim Weltcup in Stuttgart den Mehrkampfsieg einfahren. Nun gelang ihr in Cottbus der Sieg bei einem World Challenge Cup. Auch im Schwebebalken-Finale turnte Sophie Scheder nahezu genauso sicher und sauber wie schon in der Qualifikation. Mit 13,900 Punkten belegte sie den zweiten Rang . Es siegte die Polin Katarzyna Jurkowska-Kowalska mit 14,033 Punkten. Die Vize-Weltmeisterin Sanne Wevers aus den Niederlanden wurde aufgrund eines Absteigers nur Dritte.

>>Weitere Informationen zum Turnier der Meister gibt es hier.

 

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