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80 württembergische Vereinen schreiben an Ministerpräsident Kretschmann 

Geplante 2G-Regel für Jugendliche gefährdet Vereinssport und soziale Teilhabe. Vereine fordern: Kinder und Jugendliche müssen auch in der aktuellen Situation Vorfahrt haben.

Zum 1. Februar 2022 drohen erneut erhebliche Einschnitte für den Vereinssport in Baden-Württemberg. Ab diesem Tag soll nach dem Willen der Landesregierung die 2G-Regel auch für die 12- bis 17-Jährigen gelten. Mehr als 80 Sportvereine aus Württemberg haben sich daher in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewandt. Darin fordern die Vereine die Landesregierung auf, den Zeitpunkt für die Einführung der 2G-Regel für Jugendliche nochmals zu überdenken. Ansonsten bestehe die große Gefahr, dass ab Februar kommenden Jahres jeder dritte Jugendliche vom Vereinssport und damit auch von Bewegungs- und Gesundheitsförderung ausgeschlossen wird, heißt es in dem Offenen Brief. 

Die Verfasser wenden sich dabei nicht grundsätzlich gegen eine 2G- oder auch 2G+-Regelung für die 12- bis 17-Jährigen. Vielmehr widersprechen sie der Annahme der Landesregierung, dass bis 31. Januar 2022 jeder Jugendliche im Land die Möglichkeit zur Impfung hatte. Dem stehe entgegen, dass aktuell erst jeder zweite Jugendliche vollständig geimpft sei. Angesichts von Impfstoffknappheit und bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen sei bis Ende Januar davon auszugehen, dass bestenfalls zwei von drei Jugendlichen vollständig geimpft sind, argumentieren die Sportvereine. Zudem würden selbst die Jugendlichen, die sich noch in diesem Jahr erstimpfen lassen können, die von der Landesregierung bislang vorgegebene Frist 1. Februar nicht einhalten können. Denn bekanntermaßen dauere es sechs bis acht Wochen bis zur vollständigen Immunisierung. 

Angesichts der Gefahren für den Nachwuchssport in den Vereinen bitten die Unterzeichner den Ministerpräsidenten um einen baldigen Austausch zu praxistauglichen Zugangsregelungen im ehrenamtlich organisierten Vereinssport. Zudem setzen sie sich dafür ein, dass das bisherige System vorerst beibehalten wird, über regelmäßige Schultestungen auch den Zugang zu Vereinsangeboten zu ermöglichen. Dies habe in den vergangenen Monaten ein hohes Maß an Sicherheit bei gleichzeitig größtmöglicher Teilhabe der Jugendlichen an Bewegungs- und Gesundheitsangeboten der Vereine gewährt, begründen die Vereine ihre Position. 

„Der Sport und die ehrenamtlich organisierten Sportvereine, vor allem aber die Jugendlichen haben schon genug in dieser Pandemie gelitten“, stellen die Verfasser des Offenen Briefes an den Ministerpräsidenten fest. Deshalb müsse die Aussage von Kultus- und Sportministerin Theresa Schopper aus dem vergangenen Juni weitergelten. „Aber jetzt haben Kinder und Jugendliche Vorfahrt“ hatte sie am Ende des zweiten Lockdowns gesagt. Hinter diesen Leitsatz dürfe man mit Blick auf das gesamtgesellschaftliche Wohl, und insbesondere das der Jugend, auch in der aktuellen Situation nicht zurückfallen. Schließlich habe auch die STIKO davor gewarnt, ungeimpfte Jugendliche von der sozialen Teilhabe auszuschließen. Genau das werde aber der Fall sein, wenn die geplanten Regelungen zum 1. Februar 2022 in Kraft treten, warnen die mehr als 80 Sportvereine.

Hier geht es zum offenen Brief der Sportvereine.

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