Keine EM-Medaille für deutsche Turner

Am Abschlusstag der Europameisterschaften im französischen Montpellier blieben Pauline Schäfer und Matthias Fahrig in ihren Finals ohne Fortune.

Am Abschlusstag der Europameisterschaften im französischen Montpellier blieben Pauline Schäfer und Matthias Fahrig in ihren Finals ohne Fortune.
Die in Chemnitz trainierende Saarländerin Schäfer konnte leider an ihre gute Vorkampfleistung am Schwebalken nicht anknüpfen und musste ausgerechnet bei dem nach ihr benannten „Schäfer-Salto“ das Gerät verlassen. Mit 13,100 Punkten reichte es für die in Chemnitz trainierende Turnerin damit nur zu Rang sieben.

"Ich wollte einfach zu viel", gab die 18-Jährige, die in der Qualifikation mit einer Weltklasseübung noch auf Rang drei geturnt war, im Anschluss schwer enttäuscht zu. Doch ihre eigene Erfindung hatte ihr auch schon im Vorfeld Probleme bereitet. Selbst beim Einturnern war der Schülerin der Seitwärtssalto mit halber Schraube bei vier Versuchen lediglich einmal geglückt. Cheftrainerin Ulla Koch teilte die Enttäuschung ihrer Turnerin: "Es war noch nie so einfach, eine Medaille zu holen", sagte sie, denn in dem Finale hatte es zahlreiche Absteiger gegeben.

Bei den Männern musste der Hallenser Fahrig einen Sturz bei seinem ersten Sprung, dem sogenannten „Dragulescu“, in Kauf nehmen. Der 29-Jährige büßte damit alle Chancen auf eine vordere Platzierung ein. Mit dem Durchschnitt von 13,666 Punkten kam Fahrig wie im Vorkampf auf Platz acht. Danach ärgerte er sich sehr - allerdings nicht über seine Leistung, sondern darüber, dass er nicht genug Zeit für die Vorbereitung auf das schwere Element gehabt hatte. Denn die 30 Sekunden, die ihm dafür zur Verfügung standen, liefen schon, als er nach der Vorstellung der Finalteilnehmer noch auf dem Weg zu seiner Anlaufmarke war. So musste er quasi direkt loslaufen und konnte sich nicht noch einmal richtig konzentrieren. "Dabei hat der Sprung im Einturnen noch geklappt", sagte Fahrig.

Cheftrainer Andreas Hirsch stimmte seinem Athleten zu: "Hier geht es um Gleichbehandlung, aber die ist nicht gegeben, wenn der erste Turner weniger Zeit hat als die anderen", kritisierte der Berliner. Auch an anderen Geräten hatten Startturner dieses Problem gehabt und mussten dadurch vermutlich Einbußen bei ihrer Wettkampfleistung hinnehmen.

Den gesamten Wettkampfverlauf aller Finals sowie alle Ergebnisse gibt es unter: www.dtb-liveticker.de

 

weitere News

Turn-Team Battle der Turnerinnen geht in die nächste Runde

Die Turnerinnen gehen erstmals wieder unter Wettkampfbedingungen an die Geräte.

Weiterlesen

Kultur des Hinsehens und Handelns: STB-Schutzkonzept

Der STB hat sich verpflichtet, das Thema „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“ als essenzielle Aufgabe im Verband zu verankern...

Weiterlesen

Deutsche Meisterschaften in Düsseldorf

Das Multisport-Wochenende des Deutschen Turner-Bundes hat Gestalt angenommen: Am zweiten November-Wochenende wird Düsseldorf zur Stadt der DTB-Finals...

Weiterlesen