„Ich komme aus einem kleinen Dorf, da packt jeder mit an“

Marlies Klotz ist Trainerin und Jugendturnwart weiblich im TSV Lustnau (Turngau Achalm). Mit circa 14 Jahren startete die heute 29-Jährige wie so viele als „Trainer-Helferle“, mit 18 Jahren war sie jedoch bereits im Vorstand einer Turnabteilung tätig. Was sie an ihrem Ehrenamt motiviert und welche Ziele sie hat, hat sie uns im Interview verraten.

Was gehört aktuell zu deinen Aufgaben?

Aktuell habe ich die Funktion Jugendturnwart weiblich im Ausschuss der Turnabteilung des TSV Lustnau. Ich koordiniere alle Mädchen- und Frauenturngruppen im Verein, bin die Ansprechpartnerin für alle Trainerinnen und Helferle und organisiere die Teilnahme an Wettkämpfen und Turnfesten mit allem was dazu gehört. Bei mir kommen alle neuen Anfragen von Turnerinnen an und ich bin bei jeder sonstigen Aktion mit dabei. Organisation, Weihnachtsfeier, Shows, Zeltlager und vieles mehr.

Was motiviert dich für dein Ehrenamt?

Glückliche Gesichter von Turnerinnen! Es ist einfach toll, wenn sie Freude am Turnen haben. Außerdem motiviert es mich, ein starkes Team aus Trainern und vielen Unterstützern im Verein aufzustellen. Sehr erfreulich finde ich, dass jetzt bereits die Mädchen, die ich seit meinem Eintritt in den Verein im Jahr 2012 übernommen habe, selbst ehrenamtlich tätig sind.

Waren deine Eltern auch ehrenamtlich tätig und wenn ja, hast du viel für das Ehrenamt von ihnen gelernt?

Ehrenamtliches Engagement kenne ich von klein auf. Ich komme aus einem kleinen Dorf, da packt jeder mit an, wenn es darum geht, eine Weihnachtsfeier oder das nächste Zeltlager zu organisieren. Meine Mutter hat früher Schwimmtraining und Kinderturnen gegeben und mein Vater war selbst auch Turner und Trainer und war immer vorne mit dabei. Das habe ich von ihm übernommen – und ganz klar die Liebe zum Turnen.

Was war bisher der schönste Moment, den du in deinem Ehrenamt erleben durftest?

Das ist schwer auf einen Moment zu reduzieren. Aber ein sehr schöner Moment war zum Beispiel als wir bei der STB-Turngala das Kinderbild mit 50 Kindern gestaltet haben. Das war ganz schön voll auf der Bühne, aber hat super Spaß gemacht!

Wie viel Zeit benötigst du circa pro Woche, um dein Ehrenamt auszuüben?

Das ist ein bisschen phasenabhängig. Im Schnitt würde ich sagen sechs Stunden in der Woche.

Was war sportlich bisher dein größter Erfolg?

Ein Jahnkampf an einem Turnfest. Ich bin keine Mehrkämpferin, aber nachdem viele Freundinnen von mir mitgemacht haben, haben wir einen Frühling lang trainiert. Das war eine schöne Zeit!

Welchen Traum möchtest du dir noch erfüllen?

Privat möchte ich unbedingt einmal die Nordlichter in Schweden sehen. Nachdem das Gerätturnen jetzt gut aufgestellt ist, fände ich für den Verein eine Showgruppe interessant, die mit Turnshows auf Wettkämpfe fährt. Ich liebe es Shows und Choreografien zu gestalten!

Wer ist euer Held? Schlagt ihn vor an redaktion@stb.de!

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