Hochschulsportler des Jahres

Fabian Hambüchen, der an der Deutschen Sporthochschule studiert und in der DTL für Stuttgart antritt, wurden im Rahmen der Vollversammlung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands als Hochschulsportlerin des Jahres geehrt.

Fabian Hambüchen (DSHS Köln) und Lena Urbaniak (HS Ansbach) wurden im Rahmen der Vollversammlung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands als Hochschulsportlerin und Hochschulsportler des Jahres 2015 geehrt. Der Titel der besten Hochschule ging an die Universität Paderborn.

Das Geheimnis ist gelüftet – Turn-Star Fabian Hambüchen (DSHS Köln) wurde im Volksbad Jena zum zweiten Mal der Titel des Hochschulsportlers des Jahres verliehen. „Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Sie ist einfach eine tolle Bestätigung und Belohnung für die ganze harte Arbeit – sportlich wie auch im Studium“, freut sich Hambüchen, Mitglied der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft, über die Honorierung seiner Leistung. Der Goldmedaillen-Gewinner der Sommer-Universiade 2015 in Gwangju erhielt bereits vor zwei Jahren den Titel. Im Rahmen der Weltspiele der Studierenden wurde der 28-Jährige zudem zum Welthochschulsportler des Jahres gewählt. Doch nicht nur aufgrund der Auszeichnung und dem Titel am Reck wird Hambüchen die Universiade 2015 gut in Erinnerung behalten: „Gwangju war wie auch schon Kazan zwei Jahre zuvor einfach der Wahnsinn. Eine Universiade muss man einfach mal miterlebt haben!“ Dementsprechend würde sich der zweifache Olympia- und dreifache Universiade-Medaillengewinner über eine größere Präsenz der Veranstaltung in der deutschen Öffentlichkeit freuen: „Die Universiade hat für mich einen riesen Stellenwert und ich bin gleichzeitig zutiefst enttäuscht, dass ein so tolles Großevent in Deutschland kaum Anerkennung in den Medien und teilweise bei den Sportfachverbänden findet. Die Weltspiele der Studierenden sind neben Olympia das schönste Event.“

Auch im persönlichen Geschichtsbuch von Lena Urbaniak (HS Ansbach) wird die Universiade in der südkoreanischen Metropole einen besonderen Stellenwert haben. Noch jetzt strahlt das Mitglied der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft 2015 bei diesem Thema: „Das Gold in Gwangju war meine erste internationale Medaille bei den Aktiven. Das war schon ziemlich cool – ein unvergesslicher Moment.“ Nun kann die 23-jährige Kugelstoßerin ihr Briefpapier um einen weiteren Titel ergänzen. Kein Wunder, dass die frisch gebackene Hochschulsportlerin des Jahres stolz auf ein bewegtes Jahr zurückblickt: „Die Saison 2015 war für mich nahezu perfekt. Die Goldmedaille war mein persönliches Highlight, aber auch der Sieg bei den deutschen Hallenmeisterschaften war toll.“ Mit der ersten bundesweiten Auszeichnung für die Management-Studentin würdigt der adh-Vorstand auch den akademischen Erfolg der deutschen Leichtathletin. Urbaniak weiß dabei, wie wichtig die Duale Karriere ist: „Das Studium ist ein guter Ausgleich zum alltäglichen Training und den Anforderungen im Leistungssport. Außerdem gibt es ja schließlich auch eine Zeit nach dem Leistungssport.“ Doch zunächst soll es für die deutsche Nachwuchshoffnung weiter nach oben gehen. Dazu will Urbaniak im kommenden Jahr angreifen: „Mein Ziel ist es meine persönliche Bestleistung zu steigern, mich international zu zeigen und die Qualifikation für die Hallen-Weltmeisterschaften, die Europameisterschaften und die Olympischen Spiele zu schaffen.“

Uni Paderborn wird Hochschule des Jahres
Den Titel der besten deutschen Hochschule bekam die Universität Paderborn verliehen. Der ostwestfälische Hochschulstandort wurde, passend zum 40-jährigen Bestehen seines Hochschulsports, auf der adh-Vollversammlung ausgezeichnet. „Das bestätigt unser Engagement und unsere Entwicklung in den vergangenen Jahren. Wir nehmen das Ganze als Ansporn, noch besser zu werden“, zeigt sich der Paderborner Hochschulsportleiter, Uli Kussin, sichtlich zufrieden. adh-Bildungsvorstand Moritz Mann betonte in seiner Laudatio die professionelle Ausrichtung von adh-Verbandsveranstaltungen wie unter anderem der Deutschen Hochschulmeisterschaft Volleyball und der Perspektivtagung 2014 sowie diverser Seminarveranstaltungen. „Zudem bietet die Universität Paderborn ihren Angehörigen seit vielen Jahre ein breites und qualitativ hochwertiges Sport- und Bewegungsprogramm“, so Mann. Die Vielfalt wird unterstrichen durch die Neugründung eines Uni-Trendsportvereins, in dem künftig sieben Trendsportarten Platz finden sollen. Der verbandliche Stellenwert der Universität Paderborn drückt sich in zwei ehrenamtlichen Funktionsträgern aus. Uli Kussin übernahm im vergangenen Jahr im Volleyball als zweiter Uni-Angehöriger die Position des Disziplinchefs. Bereits seit 1990 ist der ehemalige Universitäts-Präsident, Professor Nikolaus Risch, als Disziplinchef Orientierungslauf tätig. Durch die enge Verknüpfung zum nationalen Hochschulsportverband konnte die Universität Paderborn regelmäßig wichtige Impulse in zukunftsweisenden Feldern wie der Gesundheitsförderung setzen. „Unsere Kernaufgaben sind Leistung, Gesundheit und Freizeit – in diesen Bereichen sind wir schon lange aktiv und nehmen teilweise auch eine Art Vorreiter-Rolle ein“, erklärt Kussin.

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