Glasgow: Seitz auf Rang zwei

Elisabeth Seitz hat beim zweiten FIG-Weltcup der Saison im schottischen Glasgow einen tollen Auftritt hingelegt und den zweiten Platz belegt.

 

Elisabeth Seitz hat beim zweiten FIG-Weltcup der Saison im schottischen Glasgow einen tollen Auftritt hingelegt und den zweiten Platz belegt.

Die Turnerin des MTV Stuttgart musste sich mit 55,732 Punkten lediglich der früheren Teamweltmeisterin MyKayla Skinner aus den USA (56,999) geschlagen geben. Auf Rang drei landete die Britin Claudia Fragapane (55,398).

"Es hat sehr viel Spaß gemacht", resümierte Seitz, die sich ein beachtliches Taschengeld in Höhe von 10 000 Schweizer Franken verdiente. "Es waren viele Zuschauer da, und wir hatten eine tolle Atmosphäre." Die Wettkämpfe waren, wie schon bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr an gleicher Stelle, in ein Showprogramm eingebettet. Den Leistungen schadete das nicht. DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam bescheinigte der einzigen deutschen Starterin in Glasgow "einen hervorragenden Vierkampf".  

Die deutsche Mehrkampfmeisterin hatte sich nach dem Sprung, wo sie einen Jurtschenko mit ganzer Schraube zeigte, mit 13,933 Punkten erst einmal auf Rang fünf eingeordnet. Doch schon nach dem Stufenbarren schob sich die 22-Jährige auf den zweiten Platz vor und sollte diesen bis zum Ende verteidigen. Ihre 14,80 Punkte für ihre fehlerfreie Übung an diesem Gerät bedeuteten Tageshöchstnote; Skinner verbuchte als zweitbeste Starterin an den Holmen schon einen halben Punkt weniger. Willlam freute sich darüber, dass die Olympiasechste somit erneut ihre "Weltklasse" am Barren beweisen konnte.

Auch am Schwebebalken (13,766) kam Seitz fehlerlos durch ihr Programm. "Danach wollte ich nur noch Spaß haben und den Wettkampf genießen", erklärte sie. Das gelang ihr mit einer schönen Darbietung am Boden (13,233), bei der, wie die Deutsche nach ihren langwierigen Fußproblemen erfreut feststellte, "auch die Landungen gut gelangen".

"Ich hatte den ganzen Wettkampf über ein gutes Gefühl", sagte die WM-Zehnte im Mehrkampf. Das lasse sie optimistisch die nächsten Herausforderungen wie den Challenge Cup am kommenden Wochenende in Stuttgart und die Olympiaqualifikation Mitte April in Rio angehen. Bei ihrem Saisonstart beim National Team Cup in Buttenwiesen habe sich das alles noch nicht so gut angefühlt, "aber da war ich vorher auch erkältet".

In der kommenden Woche startet Elisabeth Seitz in der Team Challenge beim EnBW DTB-Pokal in der Stuttgart, der Final-Station der FIG-Weltcupserie

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