Deutsche Turner erfolgreich in Brasilien

Beim World Challenge Cups in Sao Paulo/Brasilien gab es für die deutschen Turnerinnen und Turner einige Medaillen. Auch STB-Athletin Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) sicherte sich zwei Podestplatzierungen.

Beim World Challenge Cups in Sao Paulo/Brasilien gab es für die deutschen Turnerinnen und Turner einige Medaillen. Auch STB-Athletin Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) sicherte sich zwei Podestplatzierungen.

Am Boden musste sich die Stuttgarterin Elisabeth Seitz mit 13,40 Punkten lediglich der Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugendspiele an diesem Gerät, der Brasilianerin Flavia Saraiva (13,625), geschlagen geben. Im Stufenbarren-Final verpasste die STB-Athletin den möglichen Sieg, nachdem ihr eine Verbindung nicht gelang und sie ihre Übung zwischendrin umstellen musste. 14,70 Punkte bedeuteten Rang drei für die Vorkampferste, direkt hinter der Chemnitzerin Sophie Scheder (14,875). Elisabeth Seitz zeigte sich von der Veranstaltung sehr zufrieden: "Mit meinen beiden Medaillen bin ich sehr glücklich, vor allem nach meiner Verletzungspause. Auch insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen - es waren sogar rund 10.000 Zuscheuer in der Halle."

Sehr erfreulich verlief es auch für die anderen deutschen Athleten. Für die Karlsruherin Leah Grießer schaffte am Boden mit 13,325 Punkten hinter Elisabeth Seitz ebenfalls noch den Sprung aufs Podest. Darüber hinaus überzeugte die Chemnitzerin Sophie Scheder am Schwebebalken als Dritte mit 14,00 Punkten.

Eine Goldmedaille sicherte sich Lukas Dauser am Barren, wo sich der Unterhachinger im Vergleich zum Vorkampf noch einmal steigern konnte und mit 15,75 Punkten den Chinesen Zhu Xiaodong (15,525) erneut auf Rang zwei verwies. Wie schon in der Qualifikation turnte der Deutsche etwas einfacher als der Asiate, überzeugte jedoch mit besserer Ausführung. "Einfach unfassbar!", kommentierte der 21-Jährige danach seinen Erfolg. Endlich habe er mal seine Leistung auf den Punkt gebracht. "Dass das zu Gold gereicht hat, ist umso schöner, vor allem in dem Land, in dem nächstes Jahr die Olympischen Spiele stattfinden."

Für den früheren Europameister Matthias Fahrig (SV Halle) gab es Silber am Sprung und Bronze am Boden. Auch der Hannoveraner Andreas Toba ging nicht leer aus und sicherte sich mit einem guten Vortrag Rang drei am Pauschenpferd (14,40).

DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam begrüßte den starken Auftritt seiner Athleten mit insgesamt neun Medaillen im Land der nächsten Olympischen Spiele. Der Plan, mit dem man nach Südamerika gereist war, sei vollständig aufgegangen. Nach den medaillenlosen Europameisterschaften im April in Montpellier sollten die Turner und Turnerinnen einen neuen Motivationsschub erhalten. Zudem wollte man Erfahrungen sammeln im Hinblick auf die Spiele im nächsten Jahr. "Dabei ging es beispielsweise darum, wie schnell man sich nach einer so stressigen Reise an die Bedingungen vor Ort anpasst", erklärte Willam. Oder auch darum, wie es ist, vor einem so enthusiastischen Publikum zu turnen wie dem der Brasilianer, die jeweils noch vor Beginn der Wettkämpfe eine tolle Stimmung in der Halle verbreiteten und nicht nur die DTB-Vertreter damit zu Topleistungen motivierten.

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