Marcel Nguyen

Memorial und Swiss Cup

Zum Auftakt zweier Auftritte im Nachbarland hat Marcel Nguyen beim Memorial Arthur Gander in Morges den zweiten Platz gefeiert. Beim Swiss Cup am Sonntag lief es nicht ganz so gut.

An der Seite von Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) kämpfte sich der Unterhachinger bei dem Paar-Wettbewerb in Zürich zwar bis ins Halbfinale. Doch dann war Schluss; der Sprung in den Endkampf der besten drei Teams blieb den beiden versagt. 80,325 Punkte bedeuteten Rang fünf. Die zweite Formation des Deutschen Turner-Bundes hatte sich schon vorher verabschieden müssen: Tabea Alt (MTV Ludwigsburg) und Philipp Herder (SC Berlin) wurden mit 53,30 Punkten Neunte. Die WM-Dritte am Schwebebalken hatte am Stufenbarren einen Sturz nicht vermeiden können, und auch ihr Partner kam nicht ganz sauber durch seine Programme.

Nguyen hatte ebenfalls zu kämpfen. Der Olympiazweite von London riskierte am Barren den Tsukahara-Abgang, kam aber nicht sauber in den Stand und musste mit einer Hand aufgreifen. Das sollte sich im fürs Weiterkommen entscheidenden Resultat rächen.

Der Sieg ging an die Schweizer Giulia Steingruber/Pablo Brägger, die im Finale, in das die zuvor eingeturnten Punkte nicht mitgenommen wurden, auf 29,55 Zähler kamen. Rang zwei und drei holten sich Japan (28,45) und die Schweiz II (25,80). 

Nur Wernjajew war besser

Vier Tage zuvor, beim Memorial Arthur Gander, hatte Nguyen bis zum letzten von vier frei zu wählenden Geräten sogar die Führung inne gehabt, musste dann jedoch mit 56,75 Punkten noch den Olympiazweiten Oleg Wernjajew (58,05) aus der Ukraine vorbeiziehen lassen. Trainer Valeri Belenki war dennoch sehr zufrieden. „Marcel hat richtig gut und sauber geturnt“, sagte der Stuttgarter. „Man merkt, dass er wieder Lust und Spaß hat. Die Tendenz zeigt nach oben.“

Vor allem am Barren hatte der frühere Europameister mit 15,15 Punkten überzeugt. Danach hatte er jedoch am Reck (13,60) mit Griffproblemen zu kämpfen, sodass Wernjajew, der zu Beginn am Pauschenpferd abgestiegen war, mit einem starken Vortrag an den Holmen (15,40) den Sieg sicherte.

Bei den Frauen kamen die DTB-Starterinnen Amelie Föllinger (TSG Haßloch) und Michelle Timm mit 38,55 und 37,50 Punkten auf die Plätze fünf und sechs, wobei die Berlinerin einen Absteiger am Schwebebalken verzeichnen musste.

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