Bildung braucht Bewegung – Bewegung beginnt im Kopf
„Eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung unserer Kinder ist in großem Maße von deren Bewegungsverhalten abhängig. Nur wer sich vielseitig bewegt, erlebt sich und seinen Körper. Spüren, Erproben und Üben schaffen dabei grundlegende Erfahrungen für eine gesunde Entwicklung des kindlichen Gehirns sowie für ein gesundes Selbstbewusstsein. Ausprobieren, Erleben und Sammeln von Bewegungserfahrungen sind notwendig, um komplexe Zusammenhänge zu verstehen, und sind unverzichtbare Bausteine erfolgreicher Lernprozesse bei Kindern“ so der Tenor der Experten und Teilnehmer/innen, die im Rahmen des Biberacher Symposium 2009 ausführlich über die Zusammenhänge von Bewegung und Lernen“ diskutierten.
„Leider ist ein solches Verständnis von Lernen und Bildung in unserem Lande noch nicht so weit verbreitet, wie wir Fachleute es uns wünschen“ stellt Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vor gut 250 Teilnehmer/innen in der Abschlussrunde des Symposiums fest.
Jeder muss an seiner Stelle Verantwortung übernehmen
Mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Biberacher Erklärung haben am Donnerstag, 9. Juli in der Biberacher Stadthalle Oberbürgermeister Thomas Fettback, als Vertreter der Stadt Biberach und des Städtetages Baden-Württemberg, Rainer Brechtken als Vorstandsmitglied der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg, Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen sowie Dr. Sabine Schwenk von der AOK Ulm-Biberach als Vertreterin der AOK Baden-Württemberg dazu öffentlich bekannt, in Zukunft aktiv für die Verbesserung der notwendigen Rahmenbedingungen in Städten und Gemeinden sowie in Schulen, Kindergärten und Turn- und Sportvereinen, aber vor allem auf der Landesebene eintreten wollen. In der abschließenden Biberacher Erklärung machten die Partner deutlich, dass jeder an seiner Stelle Verantwortung übernehmen müsse und welche konkreten Maßnahmen nach dem Biberacher Symposium zu erwarten sind.