Kooperationen und Netzwerke

Im Gesundheitswesen wird der Bedarf an Kooperation und Vernetzung mit gegenseitigem Nutzen der beteiligten Partner als enorm bezeichnet, gleichzeitig schöpfen Vereine dieses Potential kaum aus. Entscheidet sich ein Verein für eine Stärkung bzw. Weiterentwicklung des Gesundheitssports innerhalb des Vereins, so wird der Verein Kooperationen eingehen und sich in Netzwerke einbringen müssen. Der STB engagiert sich in den nächsten Jahren verstärkt auf Landesebene in gesundheitsorientierten Kooperationen und Netzwerke und bietet seinen Mitgliedern demnächst Beratungen und Fortbildungen hierzu an.

 

Netzwerke – Neue Herausforderung für Vereine 

 

Netzwerke im Gesundheitswesen  verfolgen das Ziel, verschiedene Kooperationspartner mit gleichen Zielen zusammenzubringen um gemeinsam ein Ziel, z.B. Senkung des Übergewichts bei Kindern, zu verfolgen. Unter dem Präventionsprinzip „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ definiert der Leitfaden Prävention der Spitzenverbände der Krankenkassen (SpiK-Leitfaden) ausdrücklich ein Kernziel zur Verbesserung der Bewegungsverhältnisse. Dies soll  z.B. durch den Aufbau kooperativer Netzwerke zur Erleichterung des Zugangs zu gesundheitssportlichen Aktivitäten für den Einzelnen erreicht werden. Ein Beispiel für Netzwerkarbeit ist das Projekt „Kinder – unsere Zukunft“ des STB. Vereine, Kommunen, Schulen und Kindergärten kooperieren hier mit dem Ziel der Verbesserung der Bewegungs- und Sportangebote für Kinder. Netzwerke auf der für Vereine interessanten lokalen Ebene haben immer eine konkrete Zielgruppe.

 

Erfolg durch Kooperation und Vernetzung

 

Dies bedeutet eine Veränderung der Arbeitsweise der Vereine und fordert ein aktives Herantreten an Institutionen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsektor und weiteren seriösen Partnern. Im Rahmen der Kostenerstattung von gesundheitssportlichen Maßnahmen durch die Krankenkassen besteht bereits eine Kooperation auf einer finanziellen Ebene. Kooperation bedeutet aber auch inhaltliche Zusammenarbeit, so kann der Verein mit verschiedenen Partnern bei einen konkreten Thema zusammenarbeiten. Bestehen im Verein z.B. Angebote zum Herz-Kreislauf-Training kann der Verein z.B. mit Ärzten und Krankenkassen kooperieren. Diese Partner können ihre Kunden mit einer Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankung wie z.B. Bluthochdruck auf die konkreten Angebote im Verein verweisen. Der Verein gewinnt dadurch Mitglieder und die Partner erhalten Unterstützung bei der Gesunderhaltung bzw. Gesundung ihrer Kunden.

 

Absetzen von der kommerziellen Konkurrenz

 

 Im Gesundheitssport aktive Vereine nehmen deutlich die regionale Konkurrenz von kommerziellen Sportanbieter wahr und können sich anhand solcher Kooperationen als kompetente Partner mit qualitativen Angeboten zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis profilieren. Weiterhin übernimmt der Verein damit auch gesellschaftliche Verantwortung, z.B. durch  die Aufnahme von sich nicht finanziell tragenden Angeboten, welche vom Gesamtverein solidarisch mitgetragen werden. Hierdurch setzt der Verein sich deutlich von den kommerziellen Sportanbietern ab und kann sich für die Kommune unentbehrlich machen.

 

Profit für den Verein

 

 Der Verein gewinnt dadurch Mitglieder, die von sich aus keinen Zugang zum Gesundheitssport finden. Durch Kooperationen bei Kinder- und Jugendprojekten erreicht er eine frühzeitige Bindung an den Verein. Weiterhin etabliert der Verein sich durch die Netzwerkarbeit langfristig als verlässlicher Partner im Gesundheitswesen und kann vermehrt Kontakte knüpfen und nutzen.