Quelle: Turnfest.de

TSV Meßstetten siegt bei Tuju-Stars

Kreativität und Können sind beim Bundesfinale Tuju-Stars besonders gefragt. Denn nicht nur Outfit, Haare und Make-Up sind bis ins Detail perfekt; auch Choreografie, Ausdruck und Präsentation müssen für ein gutes Ergebnis sitzen. Mit rund 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Bundesfinale Tuju-Stars einer der teilnehmerstärksten Wettkämpfe des Internationalen Deutschen Turnfests 2017 in Berlin. Kein Wunder, teilweise haben die Gruppen über 70 Mitglieder, die gleichzeitig auf der Matte stehen – und das bei 26 Mannschaften.

Es zeichnet den Showwettkampf aus, dass „alles erlaubt“ ist. Der Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt, ob mit großer Hintergrundkulisse, Einrad oder Gesangseinlage. Im Vordergrund steht der Unterhaltungswert, es geht darum, die Zuschauenden in eine andere Welt zu entführen und eine Geschichte zu erzählen. Die Reise ging von China in den Regenwald, vom Meer hoch hinaus in den Weltraum und von der Puppenkiste im Kinderzimmer zu den Gefahren der vernetzten Welt.

Regeln gibt es bei Tuju-Stars nur wenige: 70 Prozent der Gruppenmitglieder müssen jünger als 18 Jahre alt sein, der Altersdurchschnitt der Gruppe darf 27 nicht überschreiten und die Darbietung darf nicht länger als fünf Minuten dauern. Da Tuju-Stars ein Showwettbewerb ist, gibt es auch keine festen Wertungsvorschriften. Die Jurymitglieder können pro Gruppe maximal zehn Punkte in den folgenden Kategorien verteilen: Originalität und Kreativität, Kostüme und Requisite, Musikalität, Ausdruck und Präsentation, Bewegungsvielfalt, Bewegungsqualität.

Im Vorentscheid starteten alle Gruppen, die sich auf Landesebene qualifizieren konnten. Mit atemberaubenden Hebefiguren und spektakulären Stunts erkämpften sich die acht besten den Weg ins Finale. Dort galt es eine neuzusammengesetzte  zehnköpfige Jury abermals von ihrem Können zu überzeugen.  Jurymitglied Kerstin Holze, Vorsitzende der DTJ, ist begeistert vom Wettkampf: „Er bildet die Turnlandschaft ideal ab, er ist ein Paradebeispiel für Inklusion und Integration“.

Besonders hervorzuheben ist die Vorführung des SV Berlin Buch. Mit „Unterwegs im Netz – von Risiken und Nebenwirkungen“ thematisierten sie die zunehmende Digitalisierung. Mit einem großen Tablet als Kulisse machten sie auf Cybermobbing und Online-Spielsucht aufmerksam.

Die Showgruppe Diwo des SC Blau-Weiß Ostenland präsentierte mit „Alles außer irdisch“ eine regelrecht „abgespacte“ Performance und sicherte sich mit einer faszinierenden Choreografie und leuchtenden Dreadlocks den dritten Platz. Tief unter die Wasseroberfläche führten die Green Spirits der TSG Hatten-Sandkrug ihr Publikum, verkleidet als Krebse erkämpften sie sich technisch einwandfrei den zweiten Rang. Den Titel und damit auch einen Auftritt bei der Gala Rendezvous der Besten geholt hat sich allerdings, die wohl kreativste Performance des Abends: der TSV Meßstetten erzählte die Geschichte des Mehls: von der Ähre zum fertigen Produkt. Die Idee sei der Mutter einer Turnerin gekommen, als sie eine Mehlmühle besichtigte. Wie passend, das am Wettkampftag, Pfingstmontag, auch Deutscher Mühlentag war.

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