Kampfrichterin Sareena Butt: Mit Leidenschaft an die Weltspitze

Die Rhythmische Sportgymnastik ist ihre große Leidenschaft: „Mit fünf Jahren habe ich begonnen, aktiv zu werden, irgendwann wurde ich Trainerin. Je mehr Zeit ich mit dem Sport verbracht habe, desto größer ist meine Liebe zur Rhythmischen Sportgymnastik geworden“; erzählt Sareena Butt von der TSG Tübingen. Die junge Frau aus dem Herzen des schwäbischen Verbandsgebiets ist etwas ganz Besonderes im Schwäbischen Turnerbund: Sie ist, neben der im Technisches Komitee der FIG beheimateten Isabell Sawade, die einzige mit einer Kampfrichterlizenz, die es erlaubt, Wettkämpfe auf internationalem Niveau zu werten.

Mit 16 Jahren machte Sareena Butt ihren ersten Kampfrichterschein. Bei dem interkontinentalen Kampfrichterlehrgang, den sie gerade erst in Baku (Aserbaidschan) absolvierte, erlangte Sareena die Berechtigung für Weltcups, wie Welt- und Europameisterschaften, auf dem Kampfrichterstuhl Platz zu nehmen. Die 24-Jährige ist stolz, die Kampfrichterobfrau im Landesverband zu sein: „Das ist natürlich schon ein tolles Gefühl und ich fühle mich geehrt, all das erleben zu dürfen, in so viele Länder zu reisen, viele interessante Menschen kennen lernen zu können und gleichzeitig etwas Gutes für meine Sportart zu tun.“ In ganz Deutschland ist die passionierte Gymnastin sogar nur eine von zwei Frauen, die auf dieser Ebene in der Rhythmischen Sportgymnastik überhaupt tätig werden darf.

Die Schwäbin, die in der Geschäftsstelle des Landesverbands in Stuttgart arbeitet, erklärt Ihren Antrieb für ihr ehrenamtliches Engagement: „Mir ist es immer schon wichtig gewesen, dass die Bewertung der Wettkämpfe fair ablaufen. Dass die Mädchen, die so viele Stunden in ihr Training investieren und so viel ihrer Freizeit opfern auch gerecht benotet und somit für ihren Fleiß belohnt werden, finde ich sehr entscheidend. Hier wollte ich meinen Teil dazu beitragen und dem Sport, der mir so viel gegeben und mich vieles gelehrt hat, etwas zurückgeben. Ich möchte mein Wissen weiter geben und viele junge Gymnastinnen für die Sportart und für das Kampfrichterwesen begeistern.“

Und ganz nebenbei macht sie ihren Arbeitgeber froh: "Wir sind stolz darauf, durch Sareena und Isabell internationale vertreten zu sein", sagt Wolfgang Fleiner, STB-Vizepräsident Geschäftsführung.

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