Durchwachsener Start in die RSG-WM Italien

Lea Tkaltschewitsch (TSG Neu-Isenburg) und Noemi Peschel (TSV Schmiden) haben einen durchwachsenen Start in die RSG-Weltmeisterschaften in Pesaro (Italien) erwischt.

Beide Gymnastinnen sind zum ersten Mal bei einer WM der Aktiven und sollen dabei vor allem Erfahrungen sammeln und sich mutig präsentieren. Nach der Hälfte der Übungen lag die deutsche Meisterin Tkaltschewitsch im Mehrkampf auf Rang 50, Peschel folgte auf Platz 62.
Ganz zufrieden waren beide nicht mit ihren Auftritten. Tkaltschewitsch hatte es in beiden Vorträgen versäumt, ihr volles Programm zu präsentieren. Die Ausgangsnoten - 6,2 mit dem Reifen und 5,8 mit dem Ball - waren entsprechend niedriger als geplant.

Ihre Teamkollegin verlor am Ende der Reifenübung das Gerät, das auch noch außerhalb der Fläche landete. Erhebliche Abzüge bedeuteten nur 10,65 Punkte und Platz 75. Mit dem Ball lief es besser: Rang 45 mit 13,30 Punkten und damit vier Plätze vor Tkaltschewitsch, die mit 13,00 Punkten 49. wurde. Mit dem Reifen reichte es für die 16-Jährige zu Rang 48 mit 13,30 Punkten.  
Weltmeisterin mit dem Reifen wurde die Russin Dina Averina mit 19,10 Punkten vor ihrer Zwillingsschwester Arina (19,00). Mit dem Ball tauschten die beiden die Plätze: Arina gewann mit 18,95 Punkten vor Dina (18,70).

Die Nationalmannschaft Gruppe tritt an der Adriaküste erst am Wochenende in der Besetzung Natalie Hermann (Kapitänin, Bremen 1860), Daniela Huber (TV Rehlingen), Julia Stavickaja (Bremen 1860), Alexandra Tikhonovich (Berliner TSC) und Sina Tkaltschewitsch (TSG Neu-Isenburg) an. Für die im Nationalmannschaftszentrum in Fellbach-Schmiden trainierende Formation ist es die erste WM nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Durch die personellen Veränderungen bzw. Rücktritte im Olympia-Team stellen die Titelkämpfe in Pesaro eine wichtige Standortbestimmung für die Gruppe dar. Das Ziel ist das Erreichen der besten zwölf Teams. Dabei soll auch eine neue Musikauswahl helfen. Mit den fünf Reifen werden die Gymnastinnen zu Tango-Musik auftreten. Für die zweite Übung mit den Handgeräten drei Bälle/ zwei Seile ist Pop/ Rap vorgesehen. Die Mannschaft von Trainerin Ekaterina Dulamova und Ballettmeister Gjergj Bodari will an die guten Leistungen zuletzt beim Berlin Masters anknüpfen. Dort gelangen den fünf Gymnastinnen fehlerfreie Darbietungen.

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