
4. Tag [5. Juni]
Tja, die letzte Nacht war genauso lang wie die Vorherige. Nur mit dem Unterschied, dass für den gestrigen Schnarcher ein neuer kam. Also „same procedure“.
Es ist mein letzter Tag hier in Offenburg und ich kann nur sagen es war ein Riesen-Erlebnis. 12.000 Teilnehmer hauchten dem diesjährigen Landesturnfest Leben ein. Unglaublich wie friedlich es bei dieser Masse an Menschen zugegangen ist. Ich habe nicht eine Konfrontation erlebt. Weder Streitigkeiten, noch Auseinandersetzungen. Alle gehen sehr freundschaftlich miteinander um, und das obwohl man sich teilweise mit wildfremden Menschen das Klassenzimmer teilt. Ein Wesenszug des Turnens. Auch die Stadt Offenburg, der Schwäbische und der Badische Turnerbund haben sich ein großes Lob verdient. Die Schulen, die Locations und nicht zuletzt die Sportstätten waren in einem hervorragenden Zustand. Alles in allem eine perfekte Organisation.
Für mich war es jedenfalls eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Sowohl menschlich als auch sportlich. Eines steht fest: Es war ganz sicher nicht mein letztes Landesturnfest. Heilbronn 2012 kann kommen!
Wie waren eure Eindrücke und Erlebnisse? Schreibt einfach an lauschke@stb.de!

3. Tag [4. Juni]
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war kurz. Extrem kurz. Das lag zum einen an meiner Nervosität vor dem anstehenden Faustball-Turnier. Zum anderen an dem schnarchenden Ungetüm aus unserem Klassenzimmer. Soviel zum fit sein. Mit etwa drei Stunden Schlaf geht es in die Aula zum Frühstück. Auch der brettharte Boden im Klassenzimmer hat seine Spuren hinterlassen. Da hilft auch die Isomatte nicht wirklich. Ich fühle mich wie gerädert. Trotz der körperlichen Defizite freue ich mich schon riesig auf meinen bevorstehenden Einsatz beim Faustball-Kleinfeldturnier. Gegen neun Uhr machen wir uns auf zum DJK-Sportgelände. Das Wetter ist bombastisch. Nicht den Hauch einer Wolke am Himmel. Jetzt heißt es kurz warm machen und dann geht’s auch schon los. Meine Partner: Reinhard und Ezio. Zwei alte Hasen vom TV Stammheim, mit denen ich wechselweise im Zweier-Team antrete. Die erste Partie bestreite ich mit Ezio. Jeweils 2 x 6 Minuten sind angesetzt. In der Pause werden die Seiten gewechselt. Das erste Spiel geht gleich richtig gut los. Wir besiegen unsere Gegner mit 24:7 Bällen. Die weiteren Spiele gehen zwar teils knapp verloren, aber das macht gar nichts, denn wir haben eine Riesen-Gaudi. Auffällig dabei: Es herrscht zwischen den Teams eine unglaubliche Fairness. Die etwas schwächeren Mannschaften werden von den starken Teams nicht deklassiert, sondern die Spielweise wird einfach angepasst. Bei diesem Kleinfeldturnier steht der Spaß im Vordergrund. Und davon haben wir reichlich. Nach sechs Stunden feinster Action stehen die Ergebnisse fest. Reinhard, Ezio und ich haben einen sensationellen 15. Platz erreicht. Von 18 Mannschaften. Gar nicht so schlecht für mein erstes Mal! Bei der anschließenden Siegerehrung gibt’s dann für alle Teilnehmer eine Urkunde und Medaillen. Stolz und völlig ausgepumpt nehme ich die Urkunde entgegen. Eines ist sicher, es wird nicht mein letztes Faustball-Spiel gewesen sein!
Am Abend bleiben wir in unserer Schule. Um in die Stadt zu fahren sind wir viel zu platt. Aber ein Grill, Fleisch und Bier weckt unsere Lebensgeister wieder. Zumal auch an unserer Schule eine große Sause stattfindet. Die Schulband 100-%-Cobalt spielt auf.
2. Tag [3. Juni 2010]
Es ist Donnerstag. Ein ereignisreicher Tag steht bevor. Um halb neun heißt´s raus aus den Federn. Die letzte Nacht im Hotel. Nun wartet auf mich ein Klassenzimmer in der Theodor-Heuss-Realschule, das ich zusammen mit meiner neuen Mannschaft, dem TV Stammheim, beziehen werde. Dem Zimmer im Hotel werde ich nicht wirklich nachtrauern. Grund: Das echt winzige Bett. Ich kam mir vor wie eine Ölsardine in der Dose! Nach dem Frühstück geht’s mit den Kollegen vom STB erst mal zum Messegelände. Ich ahne noch nicht, was mich erwartet.
Hinter der Oberrheinhalle ist eine riesige Erlebniswelt aufgebaut. Wahnsinn. Für jeden ist hier etwas dabei. Slackline, Tumbling-Bahnen, Trampoline, Poweriser und eine riesige Bühne, auf der verschiedene Gruppen dem Publikum einheizen. Schaut einfach die Fotos an (zur Fotogalerie) und macht euch selbst einen Eindruck. So gegen 15 Uhr stoße ich zu meinem neuen Team: Den Faustballern des TV Stammheim. Eine bunte Truppe von erfahrenen Hasen, Nachwuchsspielern und drei netten Mädels. Nach einer kurzen Kennenlernphase beziehen wir zunächst mal in der Schule unser Quartier. Alle sind super nett und total kollegial. Ich fühle mich schon jetzt als ein Teil des Teams. Nachdem wir unsere Feldbetten, Schlafsäcke und Isomatten im Klassenzimmer ausgebreitet haben, ist großes Mannschaftsessen angesagt. Pizza für alle! Mit dieser Grundlage sind wir Bestens auf die bevorstehende Party an der Ursulasäule im Kern von Offenburg vorbereitet. Mit der Band Infected Slaves lassen wir´s jetzt so richtig krachen. Die Menge tobt. Die Stimmung ist prächtig. Schade das um Mitternacht schon Schluss ist. Aber es hat auch was Gutes, denn Morgen steht mein erstes Faustball-Turnier auf dem Programm. Und da will ich natürlich fit sein!
1. Tag [2. Juni 2010]
Sieben Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Gar nicht meine Zeit. Heute stört mich das überhaupt nicht. Denn gleich geht’s auf zu meinem ersten Landesturnfest in Offenburg.
Ich bin schon ein wenig aufgeregt, aber vor allem gespannt, was mich erwartet. Nachdem alle Sachen gepackt sind, geht’s los. Ziel: Die Oberrheinhalle.
Um 11.30 Uhr sind wir endlich da. Zuerst wird der STB-Messestand aufgebaut. Alle packen mit an. Nach zweieinhalb Stunden steht alles. Unsere Chillout-Ecke kommt bei den Besuchern richtig gut an. Ich hätte nicht gedacht, dass vor der offiziellen Eröffnung schon so viel los ist. Die Zeit verrinnt wie im Flug. Um 19 Uhr ab ins Quartier, duschen und schnell los Richtung Marktplatz, denn um halb neun beginnt die große Eröffnungsfeier. Der Platz ist rappelvoll. Jung und alt haben sich zusammen gefunden, um gemeinsam zu feiern. Ich bin wirklich überrascht, was hier los ist. Ja, Sport verbindet. Die Artisten auf der Bühne heizen der Menge kräftig ein. Die Stimmung kocht. Nach der Eröffnungsfeier heißt es dann für alle: Die Party kann beginnen! Ausgelassen wird vor zwei Bühnen in der Offenburger Altstadt bis in die Morgenstunden gefeiert.
Ich bin schon gespannt, was der nächste Tag bringt…